Two Faces

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Projekt mit SchülerInnen der Hauptschule am Hederichsfeld in Kooperation mit dem Jungen Theater Leverkusen. Unterstützt vom Rotary Club Leverkusen-Opladen.

Trailer

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ausgangspunkt

Wer bin ich?

Wer soll ich sein?

Was kann ich leisten?

Was wird von mir erwartet?

Fragen, die sich gerade junge Menschen, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, stellen. Nach der Schule den eigenen Weg zu finden ist für jeden Jugendlichen schwer. Doch gerade Schülern der Hauptschulen wird ein erfolgreicher Start ins Berufsleben schon allein dadurch verbaut, weil sie von der Hauptschule kommen. Gesellschaftliche Vorurteile und die schwierige Arbeitsmarktsituation verstärken diese Benachteiligung. Es scheint, als stelle der Hauptschulabschluss eine Sack-gasse dar, aus der es keine Wendemöglichkeit gibt.Die jungen Menschen sind perspektiv- und hoffnungslos und haben häufig keine Idee, wie sie in dieser schwierigen Situation einen Stand finden sollen? Soweit die landläufige Meinung.

Dank der Unterstützung des Leverkusener Rotary Clubs hat das Junge Theater Leverkusen, vertreten durch Claudia Sowa, in Kooperation mit dem Brachland-Ensemble, vertreten durch Dominik Breuer, ein Projekt erarbeitet, in dem aufgezeigt wird, dass jede Medaille zwei Seiten hat – mindestens.

Ein halbes Jahr lang leitete Dominik Breuer das Wahlpflichtfach „Theater“ an der Hauptschule im Hedrichsfeld. Ausgehend von der Frage „Was will ich(nicht)?“ haben die jungen SchülerInnen sich mit ihrer eigenen Persönlichkeit auseinandergesetzt und dieser im Rahmen einer begehbaren Installation sowiekünstlerischen Kurzfilmen Ausdruck verliehen. Im Laufe eines Abends erhält der Zuschauer einen tiefen Einblick in die Ängste, Hoffnungen und Potentiale einer unterschätzten Generation.

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arbeitsprozess

Ein halbes Schuljahr stand zur Verfügung, um nicht nur das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen, sondern auch, um sie für dieses Projekt zu motivieren, und, viel wichtiger, ihre Eigeninnitiative zu wecken. Dabei stand immer die Transparenz des Prozesses im Vordergrund. Sie sollten nicht nur nachhaltig begreifen, wie sie ihre eigene Kreativität entdecken können, sondern vor allem: warum.

Dafür wurde das Thema der Manipulation ausgiebig behandelt. Wann bin ich manipulierbar? Wann handle ich manipulativ? Wie kann ich mich der Manipulation entziehen? Hierbei lag der Schwerpunkt nicht in erster Linie in der Vermittlung von Wissen sondern in der Aktivierung von Hunger nach selbigem und einer daraus erwachsenden Mündigkeit. Oder anders gesagt: Wie soll ich meine Potentiale nutzen, wenn ich sie gar nicht kenne.

Dafür wurden die Jugendlichen mit grundlegenden Schauspieltechniken vertraut gemacht, die alle auf dem Prinzip der Beobachtung fußen. Adäquat auf die individuellen Stärken und Schwächen jedes Einzelnen einzugehen stieß im Rahmen einer regulären Doppelstunde schnell an Grenzen. Jeder Lehrer kann hiervon ein Liedchen singen. So wurden außerhalb des regulären Unterrichts lange Einzelgespräche geführt und später in der Gruppe diskutiert. Die oft überraschenden Erkenntnisse über den Menschen, der neben einem am Tisch sitzt, und über den man doch so wenig weiß, sorgten für mancherlei Erkenntnis und erzeugten ein Gruppengefühl, das für den Arbeitsprozess von großer Wichtigkeit war. Anhand dieser intensiven Arbeit wurden folgende Aufgaben an die Jugendlichen gestellt:

  1. Die Gestaltung eines individuellen Raumes, der athmosphärisch die "negative" Seite ihrer Persönlichkeit ausdrückt, dabei konnten Persönlichkeitsmerkmale, Zukunftsangst, gesellschaftliche Klischees und/oder eine negative berufliche Zukunftsvision Thema sein.
  2. Die Konzeptionierung eines Kurzfilms, der ihre Wünsche, Hoffnungen und Potentiale thematisiert, die Form war dabei frei wählbar, sei es Kunstfilm oder Feature mit dokumentarischen Elementen. 

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