revolution - alles wird gut

Eine internationale Stückentwicklung über mediale Schwarzmalerei und angewandten Optimismus

Uraufführung: 10. NOVEMBER 2017, Theater Aachen

Eine Kooperation mit dem Theater Aachen, der Landeszentrale für politische Bildung NRW und mit der Tafelhalle im KunstKulturQuartier Nürnber. Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturamt Kassel und durch Zuschüsse der Stadt Nürnberg.

"Es ist eine kalte, nüchterne Tatsache, dass die Welt ein besserer Ort wird. Es ist leicht, sich zynisch zur Welt zu stellen und zu behaupten, dass nichts besser werde. Glücklicherweise sagt die empirische Forschung das Gegenteil. Die Welt ist viel formbarer, als du denkst: Und sie wartet nur darauf, dass du sie in die richtige Form hämmerst."

Max Roser, Universität Oxford

Der Aufruf zum Download

Weltverbesserer gesucht!

Wir suchen Menschen und Projekte, die auf ihre Weise im Großen wie im Kleinen die Welt ein Stück besser machen.

Sie sind so ein Mensch oder kennen jemanden, der aufgrund einer Idee, eines
Projekts oder einfach nur aufgrund seiner Persönlichkeit die Welt verbessert?

Schreiben Sie uns an info (at) brachland-ensemble.de!

alles wird gut!

Eine gewagte These angesichts der aktuellen Weltlage? Das Brachland-Ensemble will sie mit Fakten sowie psychologischen Spielen im öffentlichen Raum untermauern und sich in einer weltweiten Recherche auf die Suche nach Visionären und Vorbildern begeben. Im Rahmen einer dokumentarischen und poesievollen Inszenierung werden diese teils live auf die Bühne geschaltet. Gemeinsam mit dem Publikum werden wir der Frage nachgehen, wie eine friedliche, nachhaltige und weltweite Revolution möglich ist. Vieles, was uns selbstverständlich erscheint, war für unsere Großeltern eine ferne Utopie. Deutsche, die jetzt ins Rentenalter kommen gehören zur ersten Generation, die Frieden, Freiheit und Wohlstand als Dauerzustand kennen lernten. Dennoch bleiben wir scheinbar in die Apokalypse verliebt. Auf den Titelblättern war es immer fünf vor zwölf. „Bad news are good news“. Untersuchungen deuten darauf hin, dass es in der Welt der Nachrichten zunehmend zu einer „Verdunklung des publizistischen Ereignishorizontes“ gekommen ist. Soziale Medien tragen zur Entstehung regelrechter Alarm-Tsunamis bei. Kurz danach jedoch bricht die Empörungswelle, Vergessen setzt ein. Was bleibt, ist ein Gefühl der Unsicherheit und dass alles irgendwie schlimmer wird. Aber was, wenn das Panoramafenster, durch das ich zu schauen glaube, ein Schlüsselloch ist zu einer Welt, die viel besser ist, als das, was wir in den Medien sehen?

Fakt 1: Die Welt war noch nie so friedlich wie heute. (Institute for Economics and Peace, 2017)

Fakt 2: Unsere verzerrte Wahrnehmung versperrt die Sicht auf Fakt 1. (Julia Shaw, „Das trügerische Gedächtnis“)

Das Brachland-Ensemble setzt hier an und stellt die These auf, dass die Menschheit gerade erst beginnt, die richtigen Werkzeuge zu entwickeln, um die Informationsflut zu filtern. Und dass wir uns bereits in einer „stetigen Revolution“ befinden: der Evolution. Das Revolutionäre an der Idee der gesellschaftlichen Evolution ist in unseren Augen, dass sie auf den klassischen, gewalttätigen Umbruch verzichten kann: Die nächsten Schritte zu einer friedlichen Gesellschaft müssten folglich ein adäquater Umgang mit Informationen sein, die Bewusstwerdung der eigenen Möglichkeiten sowie der Austausch darüber, wie diese gemeinsam zu nutzen sind. Dazu bedarf es Empathie, Neugierde, Vernetzung sowie Dialogbereitschaft und Möglichkeiten zur Mitgestaltung. Diese Art von Antrieb unterscheidet sich maßgeblich von jener Energie, die sich in wütenden Protestbewegungen manifestiert. Für komplexe gesellschaftliche Probleme sind radikale Ideen zu einseitig. Die friedliche Revolution ist offen,  dialogbereit, ansteckend in ihrer Begeisterungsfähigkeit. Und ihr Potenzial steckt in jedem von uns. Wir machen uns auf die Suche nach Menschen, die ihr eigenes Potential bereits entfaltet haben und als inspirierende Beispiele dienen können. Auch bei jenen, mit denen ein gesellschaftlicher Dialog schwierig erscheint. Und an Orten wo es keine Hoffnung geben dürfte.