the curiosity of brain

„The Curiosity of Brain“ ist eine fantasievolle Hirnforschung, eine Mischung aus Physical Theatre und Animationsfilm. Das Brachland-Ensemble begibt sich mit diesem Projekt basierend auf wissenschaftlichen Ergebnissen aus der Neurologie, auf die Reise ins Innere des Gehirns des Protagonisten.

Premiere: 28. Mai 2015
Regie: Dominik Breuer, Gunnar Seidel
Animationen
: Felix Kramer
Mit
: Dominik Breuer
Kooperation:
Medienprojektzentrum Kassel
Förderung:
Hessisches Ministerium für Wissenschaft Kunst, Kulturamt Kassel
Dank an:
Kulturhaus Dock 4, Kulturfabrik Salzmann, Lebenshilfe Region Kassel

Pressetimmen

Die intelligente, durchdachte Inszenierung [...] mit tollen Videoinstallationen des Kasseler Studenten Felix Kramer macht das Stück zu einem kleinen, grandiosen Theaterereignis [...] (HNA, Kassel)

Beschreibung

Der Mensch denkt. Manche sagen, zu viel. Brian sieht das naturgemäß anders, denn er sucht Antworten. Er sucht nach der einen Antwort. Getrieben vom Geschehen in der Welt - täglich übermittelt durch Zeitung, Fernsehen, Internet. Währenddessen irgendwo in seinem Stammhirn:  „Brain“ - eine Art Arbeiter zwischen den Synapsen - trifft auf einen undefinierbaren Impuls. Die Neugierde führt ihn auf eine Jagd in die unerforschten Regionen einer traumartigen und fremden Welt. Und während „Brain“ sich bis in die Tiefen des Unterbewusstseins vorwagt, hofft Brian inständig auf den dringend benötigten Geistesblitz.

Der Stückentwicklung liegt die Frage zugrunde, wie sich unser Gehirn angesichts der steigenden Informationsflut verhält? Warum entscheiden wir uns für etwas und wieso lassen wir so manche große Idee einfach fallen?

hintergrund

Brian sucht. Er sucht und sucht. Denn eines kleinen Gefühls ist er sich sicher: die Informationen dieser Welt müssen nur richtig ausgewertet werden, um etwas ändern zu können, selbst aktiv zu werden, um sich von jener Lethargie zu befreien, in der sich viele Frauen und Männer unserer Generation zu befinden scheinen: das Gefühl der Ohnmacht gegenüber einer kommerzialisierten Welt, das Gefühl der Überforderung im Angesicht der vielen Informationen und der hunderten sich täglich ändernden Möglichkeiten.

Vergleich mit Computern
Oft werden Vergleiche zwischen der Leistungsfähigkeit eines Computers und der des menschlichen Gehirns angestellt. Seit das Gehirn als Sitz kognitiver Leistung erkannt wurde, wurde es in der Literatur immer mit dem komplexesten verfügbaren technischen Apparat verglichen (Dampfmaschine, Telegraph). So versuchte man auch, aus der Funktionsweise von Computern auf die des Gehirns zu schließen. Heute dagegen bemüht man sich in der Computational Neuroscience und der bionischen Neuroinformatik, die Funktionsweise des Gehirns teilweise auf Computern nachzubilden bzw. durch sie auf neue Ideen zur „intelligenten“ Informationsverarbeitung zu kommen. Es ergibt sich die Perspektive, dass das Gehirn als Struktur für Denk- und Wissensproduktion eine Architektur liefert, die sich zur Nachahmung empfiehlt. Künstliche neuronale Netzwerke haben sich bereits bei der Organisation künstlicher Intelligenzprozesse etabliert.

Physical Theatre und Videomapping
"The Curiosity of Brain" ist eine Kombination aus Schauspielsolo und Animationsfilm, es vereint Physical Theatre mit Videomapping. Die Videos werden von Animationsfilmer Felix Kramer (Kunsthochschule Kassel) gezeichnet. Auf der Bühne agiert der Schauspieler Dominik Breuer, der in den vergangenen Jahren vermehrt im  Physical Theatre und Tanztheater gearbeitet hat u.a. mit backsteinhaus produktion (Stuttgart) und am Theater Heidelberg mit Nanine Linning.