All das da draussen

All das da draußen

All das da draußen ist ein Kunst-Projekt.
Es ist ein Audiowalk.

Ein Audiowalk ist englisch und heißt:
Hör-Spaziergang.

Man geht durch die Stadt.
Man hört dabei Stimmen und Geräusche über Kopfhörer.

Das Projekt findet an besonderen Orten statt.
Diese Orte heißen hier: „Nicht-Orte“.

„Nicht-Orte“ bedeutet:
Orte an denen man nicht gern ist.
Orte an denen man nur kurz ist.
Wie eine Bahnhofs-Unterführung


Worum geht es grob?

Das Projekt schaut auf deutsche Innenstädte.
Es geht um Orte,
an denen Menschen nur kurz sind.

Zum Beispiel:
Passagen.
Bahnhöfe.
Durchgänge.

Diese Orte wirken oft kalt.
Viele Menschen gehen dort nur vorbei.

Das Projekt stellt Fragen:

Was sagten diese Orte über uns?
Was sagen die Dinge um uns?
Was sagen sie über uns?
Was kaufen wir?
Was benutzen wir jeden Tag?
Sind wir vielleicht wie die Dinge um uns?


Worum geht es genau?

Der Start ist in Nürnberg.
Der Start-Ort ist die Königstorpassage
am Hauptbahnhof Nürnberg.

Das Projekt mischt viele Formen:
Performance.
Audiowalk.
Sprache und Musik.

Am Anfang bekommen alle Besucher Kopfhörer.
Über die Kopfhörer hören sie die Stimmen.

Der Ort selbst wird zur Bühne.
Vorbeigehende Menschen gehören dazu.

Das Team beobachtet die Nicht-Orte genau.
Mit Neugier.
Mit Humor.
Mit Kritik.

Der Begriff Nicht-Ort kommt von Marc Augé.
Er war ein Forscher aus Frankreich.

Ein Nicht-Ort hat:
keine Geschichte.
keine feste Identität.
Was bedeutet das?

Menschen haben eine Persönlichkeit.
Orte haben eine Identität.
Menschen geben einem Ort einen Namen.
Der Ort verändert sich durch den Namen.
Er bekommt eine Identität.
Orte bedeuten etwas für Menschen.

Das Projekt schaut auch in die Zeit.
In die Vergangenheit.
In die Gegenwart.
In die Zukunft bis zum Jahr 2035.

Dabei entstehen neue Fragen:

Welche Dinge werden uns später umgeben?
Welche Dinge brauchen wir nicht mehr?
Welche Dinge werden ganz normal sein?
Die Performance endet am Klarissenplatz.
Dort gibt es eine Ausstellung vom UrbanLAB.


Die Premiere war am 24. März 2023.

Das Konzept und die Regie machte:
Gunnar Seidel.

Mitwirkende waren:
Salome Kehlenbach oder Sarah Plattner.
Jakob Jokisch.
Dominik Breuer.

Die Musik machte Brice Deloose.
Die Produktion machte Julia Opitz.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit:
UrbanLAB Nürnberg.
Künstlerhaus Nürnberg.
Kulturbahnhof Kassel.

Das Projekt bekam Geld von Förderern.
Zum Beispiel von der Stadt Nürnberg.
Und von Kultur-Einrichtungen aus Bayern und Hessen.

Fotos