Verlieben

Verlieben

Schauspielsolo über das kontrollierte Verlieben zwischen Darsteller und Publikum

In dem Schauspielsolo "Verlieben" begibt sich Gunnar Seidel anhand seiner Theaterbiographie und fiktiven Elementen in den Spagat zwischen der Berechenbarkeit der Liebe und dem widersprüchlichen Wunsch nach größtmöglicher Authentizität.

Infos

Uraufführung 29. Nov. 2018, Tafelhalle Nürnberg
Regie Maria Isabel Hagen
Dramaturgie Lisa-Marie Radtke
Bühne und Kostüm Maria Pfeiffer
mit Gunnar Seidel
Produktion Julia Opitz, Annemarie Schorcht
Assistenz Thomas Kraft
Fotos Sebastian Autenrieth

Koproduktion Tafelhalle Nürnberg
Förderung Kultureferat der Stadt Nürnberg, Kunst- und Kulturstiftung der Nürnberger Nachrichten, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturamt Kassel

Download Projektmappe als pdf (1,0MB)

Über das Projekt

Im Laufe dieses Abends werden Sie sich in mich verlieben.

Der Liebe wird etwas Unberechenbares, Zufälliges, sogar Magisches zugeschrieben. Man begehrt, „wo die Liebe hinfällt“ und scheint sie nicht kontrollieren oder erzwingen zu können. Dieses starke Gefühl springt häufig als Funke von der Bühne ins Publikum über. Bei Auftritten der Beatles fielen Frauen reihenweise in Ohnmacht, Teenager der 1990er wollten sich mit Kurt Cobain gleichsam in den Tod begeben und heute schmachten sowohl Männer als auch Frauen Angelina Jolie oder Patrick Dempsey als „Sexiest Woman/Man Alive“ an.

Was aber muss der Liebhabertypus auf der Bühne eigentlich tun oder wie muss er sein, damit man sich in ihn verliebt? In einem Theaterstück mag es der Handlungsverlauf vorsehen, dass die Figuren einander verfallen – wie aber verliebt man sich als Zuschauer*In in den Protagonisten?

In dem unheimlichen, weil berechnenden Versuch, dieser Magie auf die Schliche zu kommen, behaupten wir, dass es nur der richtigen Strategie bedarf, um gezielt eine bestimmte Empfindung hervorzurufen.

Galerie

Fotos: Sebastian Autenrieth