As Good As You

As Good As You

Tanztheater, Robotik, KI

Eine Tanzperformance, die die Vertrauensfrage zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz im Hinblick auf kreative Schaffensprozesse stellt

Foto: Eva Eidinger / SHORE® Fraunhofer IIS
Foto Hintergrund: Toni Hinterholzinger, Projekt "Phantom Zone" (Rauh & Seidel)

Über das Projekt

Die Tanzperformance AS GOOD AS YOU stellt die Vertrauensfrage zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz im Hinblick auf kreative Prozesse.

In Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg, dem Leonardo-Zentrum für Kreativität und Innovation, der Hochschule für Musik Nürnberg sowie der Technischen Hochschule Nürnberg wird eine abendfüllende Inszenierung erarbeitet, die in unterschiedlichen Phasen auf und hinter der Bühne KI verwendet und fragt: Wie könnte eine Zusammenarbeit mit aktueller KI und Robotern auf der Bühne aussehen, welche Basis muss geschaffen werden und welche Möglichkeiten der Hilfestellung seitens KI könnten konkret im Theater Anwendung finden?

Das Forschungsprojekt „Emotion AI - Ist der mitleidigste Computer der beste Computer?“ an der TH Nürnberg hatte zum Ziel, Mensch-Computer-Interaktionen empathischer zu machen. „Computer sollen nicht nur explizite Signale des Menschen wie Touchgesten, Klicks, Texteingaben oder den Inhalt eines Sprachkommandos verarbeiten können, sondern auch den emotionalen Kontext einer Interaktion verstehen und darauf angepasst reagieren. Das Feedback des Computers auf die Gemütslage der Nutzer:innen ermöglicht dabei Emotion Artificial Intelligence.“

AS GOOD AS YOU überträgt diesen Ansatz ins Theater und fragt, wie KI möglichst empathisch und vertrauensvoll mit einer Performerin agieren können anhand der Analyse von Mimik, Körper oder Sprache. Kann sich KI so einfühlsam zeigen, dass Vertrauen und exploratives Arbeiten möglich sind?

Tryout / Panel 2022

Am 12. Nov. 2022 ist das Publikum eingeladen, sich auf der Bühne frei zu bewegen, sich an Diskussionen zu beteiligen, Text-zu-Bild-Generatoren zu testen, eine Predigt des Roboters Pepper zu hören, Fragen zu notieren und eine offene Probe mit der Tänzerin Stephanie Roser und der Gesichtserkennungssoftware SHORE® zu verfolgen.

Erste szenische Ausschnitte aus dem aktuellen Arbeitsstand werden durch Diskussionen des künstlerischen Leitungsteams mit Veronika Ortmayr, Referentin der Direktion der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund, Prof. Dr. Bastus Trump, Juniorprofessor für Künstliche Kreativität und musikalische Interaktion, Hochschule für Musik Nürnberg und Prof. Dr. Peter Dabrock, Lehrstuhl für Systematische Theologie (Ethik), FAU Erlangen-Nürnberg sowie ehemaliger Vorsitzender des deutschen Ethikrates ergänzt.

Ziele 2023

Basierend auf den vertiefenden inhaltlichen und formalen Recherchen sowie der Weiterentwicklung und spezifischen Anpassung von Software in 2022 – dank der Prozessfördeung des Fonds Daku – soll das Projekt ab Sommer 2023 seine inszenatorische Umsetzung finden mit Vorpremiere sowie der Premiere im Herbst 2023 in der Tafelhalle Nürnberg.

Infos

Tryout / Panel 12. Nov. 2022
Konzept, Regie Gunnar Seidel
Choreografie Alexandra Rauh
Mit Stephanie Roser
Dramaturgie Maria Isabel Hagen

Wissenschaftliche Beratung Prof. Dr. Bastus Trump (Hochschule für Musik Nürnberg), Prof. Dr. Peter Dabrock (FAU Erlangen-Nürnberg), Veronika Ortmayr (Akademie für Theater und Digitalität Dortmund)
Produktion Julia Opitz
Bühne und Kostüm Maria Pfeiffer
Sounddesign Jan Pfitzer
Netzwerk & Kooperationen Dominik Breuer

In Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg, dem Leonardo-Zentrum für Kreativität und Innovation, der Hochschule für Musik Nürnberg.
Unterstützt vom Fraunhofer Institut Erlangen und der FAU Nürnberg-Erlangen.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.